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Architekturwettbewerb
Pavillon

internationaler Architekturpreis 1990
3. Preisträger, Ausstellungspavillon als temporäre Architektur


Container Skulpturen-Pavillon

Skulpturen von Heinz-Günter Prager "Skulpturen stehen heute gegen die Inflation der fotografischen und elektronischen Bilder. Sie setzen kaum mehr Zeichen wie die abstrakte Plastik. Sie errichten keine idealen Räume wie der Konstruktivismus. Sie geben körperlich erfahrbare Ordnung vor, weisen Wege, Richtungen, Standorte, Distanzen an. Sie verschränken Optik und Motorik und fordern -wie fördern- ein bildnerisches Gehen, das in der visuellen Reizflut verloren geht."

"Die Ordnung des erlebten Raumes wird fundiert durch die Systeme der motorischen Raumerfahrung und kann ohne diese gar nicht verstanden werden." Zitat des Psychologen Norbert Bischof
Die Kunst Pragers, seine Skulpturen stehen in dieser Situation. Sie richten sich auf eine ganzheitliche Körpererfahrung aus, indem sie Sehen und Gehen in einer kreativen Dialektik konzentrieren.
Diese Thematik greift die Architektur des Pavillons auf.


Ausstellungspavillon als temporäre Architektur

als begehbare Skulptur zur räumlichen Umfassung, Zuordnung und Präsentation von Skulpturen!
Ausstellungspavillon als autonome Architektur?

Der, aus industriell gefertigten Containeren entstandene Pavillon könnte, trotz, daß er im besonderen für die Arbeiten von Prager konzipiert ist, auch als selbsständige, autonome Architektur bestehen.
Diese Konzeption des fast! zweckfrei Gebauten, steigert sich durch Transparenz, durch Offenheit und Durchlässigkeit.
Dieser Pavillon ist eigentlich ein architektonischer Archetyp, der reduziert gebaute Struktur darstellt, für Funktionen, die mehr dem Gemüt und Gefühl als der Ratio zugeordnet sind. Das Vergnügliche, Heitere eines Verweilens findet hier seinen beschaulichen Ausdruck.

Die Raum- und Lichtdurchlässigkeit des Pavillons versucht die Wahrnehmung von Raum und Kunst mit der Bewegung des natürlichen Lichts in Einklang zu bringen, so, daß auf künstliches Licht fast verzichtet werden könnte. Durch eine gewisse Strenge des Gebauten, soll der Betrachter die Vielfalt der abwechslungsreichen Natur und deren Kontrast zur abstrakten Architektur erkennen, die allerdings auch eine harmonische Verbindung eingehen können.

Die Gegensätze Licht und Schatten, Geschlossenheit und Transparenz sollen zu einer Einheit verknüpft werden.
Man wird nicht gezwungen auf einem vorbestimmten Weg den Pavillon und die Skulpturen zu erfahren. Dem Betrachter ist freigestellt wie er sich das Gebäude und die sich darin und darum herum befindende Kunst zueigen macht. Es bieten sich ihm vielfälltige Möglichkeiten der Begehung, Betrachtung und Erfahrung.

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Architekturwettbewerb Pavillon

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